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28. Dezember 2025 - 06. Februar 2026



2026 Spanien

Gesamtstrecke: 6553 km



Ziele:

#Figueres #Dali-Museum #Calpe #Calpe-damals #Calasparra #Consuegra #Cordoba #Sevilla

Übernachtung: FreiStehen, Campingplatz, Wohnmobilstellplatz

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Urlaube

weiter:

#Cadiz #Gibraltar #SanJavier

Eigentlich war diese Reise bereits für das vorherige Jahr, also Winter 2024/25 geplant.

Leider kam es nicht dazu, da Petra im November 2024 einen Unfall hatte und daher lange Zeit in ärztlicher Behandlung war.

So starteten wir kurz nach Weihnachten und freuten uns auf warme Wintertage in Spanien. Leider hatte die Natur keine Lust auf warme und trockene Wintertage. Ständig schickte sie ein Tief nach dem anderen nach Portugal, Marokko und auch nach Spanien.


Figueres

Salvatore Dali Museum

Calpe

Calpe - Damals-Heute

Calasparra

Consuegra

Cordoba

Sevilla

Cadiz

Gibralta

San Javier

Wwohnmobilstellplatz:

Womoplatz Achern

Badstraße 4, 77855 Achern















Wohnmobilstellplatz:

An der Wutach

Bündtenweg 20,

79787 Lauchringen


Wohnmobilstellplatz:

Aire de camping car

2 Rue Pierre de Coubertin,

38360 Sassenage, Frankreich














FreiStehen:

C. Alcalde Vicente Benet

12192 Villafamés, Castellón, Spanien












Cámpingplatz:

Calpe Mar

C. Eslovenia, 3, 03710 Calp, Alicante, Spanien












Wohnmobilstellplatz:

Exstoso

Camí de les Vinyes, 86,

17485 Vila-sacra, Girona

Spanien














Wohnmobilstellplatz:

Área para Autocaravanas

Av. de la Mancha, 4, 02006 Albacete, Spanien















Wohnmobilstellplatz:

Área autocaravanas Alcázar

C. Francisco de Ocampo, 1, 13600 Alcázar de San Juan, Ciudad Real, Spanien



Wohnmobilstellplatz:

Camper Park Medina Azahara

Ferrocarril Aguilarejo, 63,

14005 Córdoba, Spanien




Wohnmobilstellplatz:

Autocaravaning Park Roses

Carrer del Port de Reig, 65, 17480 Roses, Girona, Spanien













Wohnmobilstellplatz:

Aire de Camping Car

1 Rue de Signe Longue,

12150 Sévérac d'Aveyron, Frankreich












Wohnmobilstellplatz:

Stellplatz Balan

Pl. du Longevent

01360 Balan, Frankreich















Wohnmobilstellplatz:

Autocaravans Sevilla

Av. Maestranza Aérea, 1, 41011 Sevilla, Spanien














FreiStehen: Parkplatz

Aparcamiento del mercadillo

Marítimo de la Puntilla, 1, 11500 El Puerto de Sta María, Cádiz, Spanien





Campingplatz: Camping Sureuropa

Cam. Sobrevela,

11300 La Línea de la Concepción

Spanien

















FreiStehen:

Großer Parkplatz, Calle. Argentinita,

04007 Almería

Spanien













Campingplatz: Camping San Javier

Av. de Balsicas, 84,

30730 San Javier, Murcia,

Spanien


Wohnmobilstellplatz:

bei "Mas D'En Joan"

Camino Villarroyos, 35,

12598 Peñíscola, Castelló, Spanien

















#Peniscola

Peñíscola

Wohnmobilstellplatz:

Reisemobilstellplatz

Am Rheinufer

Austraße 79713 Bad Säckingen
















FreiStehen:

Parkplatz auf dem

Erwin Hymer Gelände

Biberacher Str.92 , 88339 Bad Waldsee













Wohnmobilstellplatz:

Reisemobilstellplatz Erbach

An d. Stadtwiese 4

64711 Erbach













Wir hatten eine spanische Wetter-App auf dem Handy, sodass wir uns immer nach einer guten Vorhersage richten konnten.

So waren wir mehrmals dem schlechten Wetter ausgewichen und hatten meistens bei den Besichtigungen strahlenden Sonnenschein.

Bevor wir aber Deutschland verlassen, hatten wir mit Angelika ausgemacht, dass wir sie zu Hause im Alpenvorland besuchen. Natürlich habe ich unsere Reise auch bei Whatsapp im Status angekündigt. …und was passierte? Michaela und Oliver überzeugten uns, auch sie auf unseren Weg in den Süden zu besuchen.

Tatsächlich war dies nur ein kleiner Umweg von rund 20 Kilometern, den wir gerne fuhren, zumal Oliver eine originale Schwarzwälder Torte für uns ankündigte…

Die erste Übernachtung war in Baden Baden vorgesehen. Nachdem wir aber in unserer App gesehen hatten, dass die reine Übernachtung dort inzwischen 19 Euro plus Kurtaxe beträgt, suchten wir uns einen anderen Wohnmobilstellplatz. Wir sind zwar nicht geizig, aber diese Erhöhung von 12 auf 19 Euro war ohne Mehrwert.

Nein danke - das ist viel zu viel für einen einfachen Stellplatz und die Erhöhung um 58,33 % schon echt dreist.


In rund 30 Kilometer Entfernung und auch in der richtigen Richtung fanden wir per App den Wohnmobilstellplatz in Achern unweit der Autobahn. Dort stand nur ein einziges Wohnmobil, sodass wir freie Auswahl bei den Stellplätzen hatten. So parkten wir direkt neben einer Stromsäule. Kabeltrommel raus und rasch angeschlossen. Es kam aber kein Strom - kaputt oder abgestellt. Egal, wir hatten die Batterien ja noch zu 100 Prozent voll.

Nach einer ruhigen Nacht habe ich dann noch vor unserem Frühstück gegen 10 Uhr rasch die obligatorischen Stellplatzfotos gemacht. Das ging ganz flott, denn es war bitter kalt und fies windig da draußen…

Bis nach Waldshut-Tiengen waren es noch rund 160 Kilometer. Bedenken hatten wir, dass uns auf dem Weg dorthin Schneefall überfällt. Immerhinin liegt die Stadt knapp 400 Meter hoch und die Berge dorthin sind teilweise höher.

Unterwegs erreichten uns mehrere Whatsapp Nachrichten von Michaela und ein Telefonanruf von Oliver. Beide überzeugten uns zu ihnen zu kommen. Wir sagten dann zu. Leider bestanden die letzten 35 Kilometer bis nach Dachsberg im Südschwarzwald nur aus Bergfahrten und Serpentinen, sodass wir erst gegen 14:30 Uhr bei Michaela und Oliver ankamen.

Wir blieben etwa 1 Stunde bei leckerer Schwarzwälderkirschtorte und fuhren dann rasch weiter.

Gegen 16:30 Uhr erreichten wir den Wohnmobilstellplatz in Lauchringen, etwa 5 Kilometer von Waldshut entfernt. Angelika stand bereits mit ihrem PKW dort und wartete auf uns. Ruckzuck das WoMo ausgerichtet, Betten gemacht und Strom angeschlossen.

Angelika und Rudi hatten uns dann mit einem leckeren Essen mit ganz vielen Scampis überrascht. Gegen 21 Uhr beendeten wir den schönen Abend und Angelika fuhr uns zu unserem Duomobil zurück. Wir versprachen, im Frühjahr auf unserer Reise in die Toskana wieder zu kommen.

Nach einer ruhigen Nacht wurden wir doch tatsächlich gegen 10 Uhr beim Frühstück gestört. Der Platzwart kam und kassierte die Stellplatzgebühr in bar.

Dann ging es endlich weiter. Ziel war es, auf jeden Fall die Schweiz zu durchqueren und irgendwo nach ca. 400 Kilometern in Frankreich zu übernachten.

An der Schweizer Grenze kann man inzwischen keine Schwerlastabgabe mehr kaufen. So hatte und musste ich bereits einige Tage vorher im Internet die Formalitäten erledigen und bezahlen.

Gegen 16 Uhr und rund 400 gefahrenen Kilometern befragten wir unser Navi mit der Umgebungssuche nach einen Wohnmobilstellplatz. 39 Kilometer waren es dann aber doch noch.

Der Wohnmobilstellplatz in 38360 Sassenage war großzügig neu angelegt und mit einem Zugangsautomaten inkl. einer Schranke ausgestattet. Da man die Maschine auf die deutsche Sprache einstellen konnte, war auch der Bezahlvorgang mit einer Kreditkarte kein Problem.

Wieder nach einer ruhigen Nacht empfing uns der Silvestermorgen mit dicken grauen Wolken.

Nix wie weg.

So frühstückten wir rasch damit wir noch frühzeitig bei Tageslicht unseren vorher ausgesuchten Wohnmobilstellplatz kurz hinter der spanischen Grenze bei Figueres erreichen.

Vorbei an den schneebedeckten Pyrenäen erreichten wir am späten Nachmittag den Vorort "Vila-Sacra" von Figueres. Zunächst mussten wir den Wohnmobilstellplatz etwas suchen, denn er lag außerhalb der Stadt und unser Navi lotste uns über kleine Feldwege.

Als diese noch kaum für uns befahrbar waren kehrten wir um und zwangen das Navi zu einer Neuberechnung. Nun kamen wir nach einigen Minuten über breitere Wege aus der anderen Richtung und sahen aus der Ferne auch einige weiße Mobile.

Der Stellplatz befindet sich auf einem großen Werkstattgelände welches von zwei Niederländern - Vater und Sohn - übernommen wurde. Der Platz vor dem Werkstattgebäude wird zur Zeit zum Wohnmobilstellplatz umgebaut. Als wir ankamen gab es allerdings keinen Platz mehr für uns. So mussten wir auf eine benachbarte Wiese ausweichen. Diese Wiese war aber auch schon gut gefüllt, sodass wir uns vorwärts zwischen in der letzten großen Lücke stellten. Kurz bevor das Duo zum stehen kam, bemerkte ich an der Lenkung, dass sich wahrscheinlich die Vorderräder im weichen Wiesenboden festgefahren hatten.

Egal, Hubstützen raus und dann evtl. morgen früh mit den Anfahrhilfen rückwärts wieder raus. Nach uns füllte sich auch diese Lücke und gegen 21 Uhr war auch die Wiese vollständig belegt.

Am Abend klopfte es dann an unserer Wohnraumtüre. In einem verständlichen deutsch-niederländisch wurden wir vom Vater zu einer kleinen Silvesterparty im Werkstattgebäude eingeladen. Wir bedankten uns, gingen aber nicht hin.

Es war ein sehr ruhiger Jahreswechsel. Das Gelände befand sich auf einem kleinen Hügel, sodass wir die Lichter von Figueres sehen konnten. Nach Mitternacht: Keine Knallerei und keine Raketen dort am Himmel.

Am nächsten Morgen - Neujahr - pure Hektik auf dem Stellplatz und unserer Wiese. Gut die Hälfte aller Mobile waren bereits wieder abgefahren. So hatten wir Platz genug und wir konnten rückwärts in die gegenüberliegende Reihe wechseln. Das klappte prima, die Räder drehten widererwarten nicht durch.

Nachdem wir am späten Nachmittag wieder zurück waren, sah ich auch den Juniochef. Ich sprach ihn auf sein Angebot, Gasflaschen zu tauschen an und er versprach, morgen welche zu besorgen.


Aus dem Internet wußte ich, dass es bei Figueres ein Großhandelslager von REPSOL gibt. So konnte ich bequem meine beiden leeren Gasflaschen am nächsten Werktag von ihm tauschen lassen. Für den Service berechnete er 8 Eure je Flasche - prima, da musste ich nicht mehr extra selber fahren.

Danach begannen wir mit unserem späten Frühstück.

Danach sind wir mit den Fahrrädern in die Stadt geradelt. Dazu nutzen wir unser Garmin Fahrradnavi. Es fand schöne kleine Wege und wir kamen der Stadt immer näher, ganz ohne Straßen-und Autolärm. Dann sollten wir nach rechts abbiegen und über eine kleine Brücke einen kleinen Fluss oder Bach überqueren.

Nix da, die Regenmenden der vergangenen Tage hatten dafür gesorgt, dass das Übergang voll Wasser war. Ein überqueren war nicht möglich. So blieb uns nichts anderes übrig als auf normalen Straßen nach Figueres weiter zu radeln.

Überall in Figueres gab es Hinweise auf den berühmten Sohn der Stadt:

"Salvador Dalí"

Da auch in Spanien Neujahr ein Feiertag ist, war die Innenstadt fast menschenleer und alle Geschäfte natürlich geschlossen.

Auch das Dali Museum war geschlossen. So gab es nur einen schönen Spaziergang durch die Innenstadt.

Restaurants und Cafes hatten natürlich geöffnet: Wir wählten das "Cafe365"

Am nächsten Tag radelten wir wieder nach Figueres. Wir waren ja noch nicht im Dali Museum.

Als wir in der Stadt ankamen, staunten wir nicht schlecht. War gestern alles leer und still, tobte heute hier das Leben. Menschen über Menschen und fast alle wollten in das Dali Museum.

Wir auch und so blieb uns nichts anders übrig als uns brav in der Schlange hinten anzustellen. Die rechte Schlange war zur zum Kauf der Ticket's. Nachdem wir noch welche ergattern konnten, mussten wir uns in die linke, wesentlich längere Schlange einreihen. Aber dann nach rund 30 Minuten Wartezeit waren wir endlich drin:

 Teatre-Museu Dalí

Nach dem Museumsbesuch machten wir noch einmal bei dem "Cafe365" vom Vortag  einen leckeren Stopp im

Am nächstem Morgen ging es weiter.

Calpe war das nächste Ziel.




Calpe hatten wir ausgewählt bzw. hatte ich ausgewählt, um einige Kindheitserinnerungen aufzufrischen.

Ich wollte einmal sehen, wie sich einige Orte von damals nach fast 51 Jahren verändert haben.

Aber bis nach Calpe waren es noch gute 600 Kilometer, sodass wir auf der Strecke noch einmal übernachten mussten. Nach rund 300 Kilometern befragten wir unser Navi und fanden einen Wohnmobilstellplatz in dem Städtchen Vilafamés. Bis dahin waren es noch rund 90 Kilometer, sodass wir am nächsten Tag nur noch ca. 200 Kilometer fahren müssen.

Also weiter geht’s.

Als wir dann am Stellplatz ankamen, war das Eingangstor geschlossen. Innerhalb des Geländes war reger Betrieb und noch einige Stellplätze frei. Nur wir konnten nicht hineinfahren.

Eine französisch sprechende Reisende auf dem Gelände kam dann zum Tor und machte uns verständlich, dass es neben dem Tor ein Hinweisschild gibt. Darauf stand eine Telefonnummer die ich dann angerufen habe.


Man erklärte mir, dass alle Plätze für den heutigen Tag bereits reserviert waren. Ich fragte dann nach einer Alternative und bekam nach wenigen Minuten eine WhatsApp Nachricht mit einer Karte und einen Pfeil darauf. In nur 2 Kilometern gab es einen FreiSteher Parkplatz auf dem eine Übernachtung von den Behörden aus erlaubt sei.

Nach einer ungestörten Nacht fuhren wir bereits gegen 11:30 Uhr weiter und kamen gegen 15 Uhr in Calpe auf dem Campingplatz an. Da wir hier eine Woche bleiben wollten, reservierten wir ausnahmsweise eine Parzelle.

Der Campingplatz "Calpe Mar" liegt mitten in der Stadt, sodass wir keine Fahrräder benötigten um mal rasch durch die Stadt zu spazieren oder zum Strand zu gehen.

Die Einfahrt in die für uns reservierte Parzelle war trotz des nebenan stehenden Sanitärgebäudes recht einfach. Petra kümmerte sich dann um unser Abendessen und ich erkundigte den Campingplatz. Als ich an der Einfahrt vorbeikam bin ich doch hinaus gelaufen und schaffte es sogar bis zur Strandpromenade. Einige Fotos gemacht und nach rund einer halben Stunde war ich wieder zurück.

Der nächste Morgen begann mal wieder mit einem späten Frühstück. Danach wollte ich wie immer mein Hörgeräte anziehen. Dabei stellte ich fest, dass sich am li. Hörgerät der Akustikschlauch abgelöst hatte.

Da ich erst vor wenigen Wochen den re. Akustikschlauch wechseln lassen musste, wußte ich, dass eine Reparatur nicht möglich ist und ich daher einen neuen Schlau benötigte.

Also ran an Google und nach einem geeigneten Hörgeräteakustiker in der Nähe gesucht. Es gab insgesamt 5 infrage kommende Geschäfte. Nach dem Frühstück ging es los. Der erste nächstgelegene Laden hatte keinen und konnte auch keinen passeneden Schlauch bestellen. Aber einige Häuser weiter war der nächste Laden - "Optica Ifach". Auch dort gab es ihn nicht vorrätig, aber er konnte mit einer Lieferzeit von 2 Tagen besorgt werden. Ich vergab den Auftrag und tatsächlich konnte ich ihn pünktlich abholen.

Mit 85 Euro war er 85 Euro teuer - in Deutschland hätte dies meine Krankenkasse übernommen - egal - mir war geholfen.

Der zweite Tag in Calpe war ein Regentag. Es regnete pausenlos, sodass wir das Wohnmobil nicht verlassen haben.

Aber danach gab es nur noch Sonnenschein bei Temperaturen von 15 - 18 Grad - perfekt zur Besichtigung und Spaziergängen.

Über 4 Stunden waren wir unterwegs, durch die Innenstadt, einen Teil der Altstadt über die lange Strandpromenade bis zum Hafen.

Das Wahrzeichen von Calpe - damals und heute, der "Ifach"

Außerhalb des eigentlichen Hafen gab es sehr viele Fischrestaurants - wir hatten aber noch keinen Hunger und bestaunten nur die auf Eis liegenden Tiere…

Ein Grund für unseren Aufenthalt in Calpe war die  Parade zu "Ehren der Heiligen drei Könige".

Normalerweise findet diese am Abend des 5. Januars statt. Aufgrund des Dauerregens wurde die Parade aber auf den 6. Januar verschoben.

1972

2026

Damals, 1972 konnte man im Hintergrund noch die Häuser am Berghang erkennen, heute stehen dort fast überall Häuser vor…

1972

2026

Auch am nächsten Tag waren wir wieder aktiv. Ziel war heute die andere Seite des Ifach.

Hier wollte ich nach einigen Stellen suchen, an denen ich als Kind mit meinen Eltern war.


So radelten wir rund 5 Kilometer weiter zum anderem Strand von Calpe der sich an der nördlichen Seite des Ifach´s befand.

Das war auch der Strand, an dem ich als Kind war…

An der Promenade angekommen mußten wir auch hier die Fahrräder abstellen und zu Fuß weitergehen - andernfalls:  100 Euro Strafe

Nach der Parade sind wir dann noch ein wenig auf der Uferpromenade spazieren gegangen.

1972

2026

Am nächsten Tag war unser Ausflugsziel die Nachbarstadt Altea. Laut Google war sie nur rund 12 Kilometer entfernt. Was wir aber nicht wußten war, dass dies wohl nur die Entfernung bis zum Stadtrand war. Zum Zentrum waren es etwa noch weitere 7 Kilometer. Dazu kam, dass die Landstraße zwischen den beiden Städten über einen langgezogenen Hügel führte… Egal, wir schafften es, beschlossen aber, zurück mit dem Linienbus zu fahren.

Unterwegs kamen wir an der ersten und bisher einzigsten Russisch-Orthodoxe Holzkirche in Spanien vorbei.

Leider war sie geschlossen.

In Altea fuhren wir bis etwa zur Hälfte der Strandpromenade, den Rest bis zur Altstadt wollten und sind wir dann auch gelaufen.

Das erste Eis in 2026…!

… und dann gestärkt in die

 hüglige hochgelegene Altstadt

Und dann hinauf zur großen  Kathedrale von Altea

Der Weg zur Kirche Virgen del Consuelo in der Altstadt von Altea führt über zahlreiche Treppen und steile Gassen, die sich vom Meeresspiegel bis auf 61 Meter Höhe erstrecken. Es gibt keine feste Anzahl von Stufen, aber der Aufstieg entspricht der Höhe eines 20-stöckigen Gebäudes und erfordert gute Fitness.

Bevor wir durch andere kleine Gassen wieder hinunter gingen, schauten wir uns aber an einigen Stellen die herrliche Aussicht an

In der Ferne: Benidorm - aber da wollten wir nicht hin…


In einem dieser Bungalow´s: "Urb. Canuta, 7a" =  Wohnanlage Canuta 7a wohnten wir 1972 mit meinen Eltern.

Bei Google Maps hatte ich den Bungalow wiedergefunden und nun wollte ich ihn auch sehen.


So radelten wir, immer dem Fahrradnavi folgend los und befanden uns immer tiefer in einem Wirrwarr von kleinen Straßen, ansteigenden Straßen und vielen Hügeln um uns herum.


Da hat das Fahrradnavi Mist gebaut. Ich hatte es so eingestellt, dass es uns nur über asphaltierte Straßen und mit möglichst wenigen Steigungen führen sollte. Das machte das Navi aber nicht und führte uns tief durch die Wohngebiete - Serpentinen rauf und runter. Nach rund einer halben Stunde waren wir am Haus.


Das hätten wir auch einfacher haben können. Egal, Pause und gucken.

Der Bungalow sah eigentlich noch genauso aus wie vor 51 Jahren.

Es gab keine großen baulichen Veränderungen von außen. Wohl aber viele helle Farben und statt der PKW Abstellfläche gab es nun einen verschließbaren Carport.

Zwei Autos standen darin. Die Mauer wurde allerdings mit Gittersteinen etwas erhöht.

Ich klingelte, aber niemand öffnete. Schade.

1972

2026

Da wir auf dem Hinweg etliche Hügel auf und ab bezwungen hatten, hatten wir keine Lust mehr, für den Rückweg die gleiche Strecke zu nehmen, zumal es zurück sehr viel mehr Steigungen geben würde. So hatten wiir beschlossen, mit dem Linienbus zurück zufahren. Nachdem wir die Haltestelle gefunden hatten, warteten wir. Während der Wartezeit wurden wir von einem jungen Spanier angesprochen, der uns vermittelte,  dass Fahrräder im Bus verboten wären.

Na toll.

Aber dann zeigte er hinter uns und sagte uns eine andere Möglichkeit: Wir standen direkt an den Gleisen der Regionalbahn und der Bahnhof dazu war nur 100m entfernt.

Also rasch die Räder zum Bahnhof und Bahnsteig geschoben und Petra ging in das Bahnhofgebäude, kaufte für je 3 Euro die passenden Tickets und dann warteten wir auf den Zug. 45 Minuten hatten wir nun Zeit.

Und dann kam der Zug auch.

Wir schoben unsere Räder in das gut gefüllte Abteil und dann kam er!

Er war ein Bahnhofsmitarbeiter in Uniform und machte uns klar, dass

E-Bikes in diesem Zug verboten sind!

Wir mussten den Zug wieder verlassen!

Unverständlich - Mittelalter…im Jahr 2026!

Nun blieb uns nichts anderes übrig, als doch mit den Rädern nach Calpe zurück zu fahren.

Wir staunten nicht schlecht als wir bereits nach rund 30 Minuten am Stadtrand von Calpe ankamen - wir hatten nur Anfangs eine merkbare Steigung, der Rest war so flach, dass wir dies weder bemerkten noch erkennen konnten.

Toll, dass hätten wir auch einfacher und schneller haben können…


Am vorletzten Tag in Calpe wollten wir zum Abschluss der Erinnerungen in den Stadtteil "Canuta" fahren. "Canuta" ist eine von mehreren Siedlungen mit unzähligen Bungalow´s die an einem Berghang gebaut wurden.

Dann waren wir wieder in der Gegenwart. Noch einige Stunden in der Sonne auf unserer Parzelle und dann kann unsere Spanientour weitergehen.

Am nächsten Tag fuhren wir nach dem Frühstück rund 200 Kilometer landeinwärts nach Calasparra. Dort befindet sich in der Nähe die berühmte Felsenkirche "Santuario de la Virgen de la Esperanza". Die Felsenkirche Die befindet sich in einer in den Felsen gehauenen Grotte mit Blick auf den Fluss Segura. Sie ist zwei Marienbildern geweiht : „La Pequeñica“ (die Kleine) aus dem 16. Jahrhundert und „La Mayor“ (die Größere) aus dem 17. Jahrhundert.

Als wir in Calasparra ankamen, suchten wir nach Hinweisschildern zur Felsenkirche. Wir fanden nichts und unser Navi wollte uns auch nicht helfen. Als wir dann an einem Ausflugsort der Einheimischen falsch angekommen waren, musste das Iphone helfen. Google Maps kannte den heiligen Ort und navigierte uns auch dorthin. Es waren nur rund 2 Kilometer und Petra hielt das Handy in der Hand in Richtung Windschutzscheibe, da wir keine Handyhalterung dabei hatten. Auf schmalen Straßen ging es einen Berg hoch und oben angekommen gab es einen großen Parkplatz. Der gefiel uns so gut, dass wir beschlossen hatten, hier auch zu übernachten. Zunächst aber raus und auf zur Kirche.

Nach einer kurzen Wanderung standen wir dann vor dem Eingang der Felsenkirche und freuten uns schon, in diese hineinzugehen.

Nach ungefähr 1,5 Stunden waren wir wieder im Wohnmobil und nicht mehr davon überzeugt, hier auf dem Parkplatz, ganz alleine in der Einsamkeit, zu übernachten.

Es war ja noch nicht so spät, sodass wir noch zwei Stunden Zeit hatten um einen Übernachtungsplatz auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel zu finden.

So fanden wir nach rund 100 Kilometern in der Stadt Albacete einen großen Wohnmobilstellplatz inkl. Ver- und Entsorgung, was bei uns dringend notwendig war.

Nach einer weiteren ruhigen Nacht fuhren wir nach unserem späten Frühstück die restlichen 180 Kilometer nach Alcázar. Alcázar hatten wir deshalb als Übernachtungsort ausgewählt, weil es zwischen zwei Hügeln auf denen die berühmten Mühlen von Consuegra stehen, liegt. So konnten wir zwei verschiedene Mühlenhügeln bequem erreichen und besichtigen.

Leider fanden wir diesen Wohnmobilstellplatz nicht auf Anhieb. So fuhren wir ein wenig ZickZack durch den Stadtteil, aber immer dem Navi-Vorschlägen nach. Doch dann entdeckten wir ihn. Dieses Mal kamen wir von der anderen Seite und erkannten, dass der Stellplatz versteckt hinter einer hohen Mauer und einem großen undurchsichtigen Eisentor lag.

Hier wurden wir nun von einem Automaten begrüßt. Wie so oft, konnte er auch auf Deutsch eingestellt werden. Nachdem ich die Standgebühr mit der Kreditkarte bezahlt hatte, wollte sich das Tor aber nicht öffnen. Dann wollte Petra es auch mal versuchen. Sie machte nichts anderes - aber es öffnete sich.

Niemand da. Wir hatten die freie Auswahl. Auch über Nacht und am nächsten Tag waren wir alleine hinter den roten Mauern.

Es gab aber eine Kameraüberwachung und wir fühlten uns sicher, wir waren ja eingesperrt und niemand konnte unbefugt hinein… Nachdem wir uns für einen Stellplatz entschieden hatten bin ich noch einmal zurück zum Automaten geangen und habe die dazu passende Stromsäule mit einem kleinen Eurobetrag aktiviert.

Eine Besonderheit:

Da wir mitten im Winter unterwegs waren, konnte es natürlich zu Hause auch heftig frieren. Deshalb war die Heizung eingeschaltet. Sollte diese mal auf Störung gehen (z.B. Kein Gas), hat sie die Eigenschaft, nicht selbstständig wieder den Betrieb aufzunehmen. Sie muss dann manuell gestartet werden. Wir waren ja nicht zu Hause. Daher habe ich eine Überwachungskamera aufgestellt und diese auf das Heizungsdisplay ausgerichtet. So konnte ich aus der Ferne die Heizung überwachen und ggf. unsere Nachbarn informieren.

#Caminha

Gegen 15 Uhr starteten wir unsere Radtour zu den Mühlen. Wir hatten uns den Hügel von "Campo de Criptana" ausgesucht. Das Navi sagte uns dass es bis dorthin nur rund 7 Kilometer sind - also gut am Nachmittag zu schaffen. Dort gibt es die größte Anzahl von Mühlen in Spanien. Gezählt hatten wir 11 Stück, jede hatte einen anderen Namen.


Unterwegs musste ich für ein Foto anhalten, stoppte deswegen und verlor das Gleichgewicht. Reflexartig konne ich mich aber noch mit dem rechten Fuß abstützen. Dabei landete der Fuss auf den Kettenschutz von meinem E-Bike und zerstörte ihn. Für den Rest unserer Reise fuhr ich dann ohne den Kettenschutz…

Auf einer Kalksteinerhebung die etwa 100 Meter hoch und rund 1500 Meter lang ist befinden sich noch 12 alte, aus dem 16. Jahrhundert stammende Windmühlen. Wegen der zunehmenden Dürre im spanischen Binnenland wurden die damaligen Wassermühlen durch 30 Windmühlen ersetzt.


Bevor es dunkel wurde waren wir wieder am Wohnmobilstelplatz. Einsam und wartend stand dort unser Duomobil. Auch am Abend und und in der Nacht waren wir alleine.

Am nächsten Morgen starteten wir wie immer nach einem späten Frühstück zu unserem nächsten Ziel.

Das nächste Ziel war die Stadt Cordoba und etwa 280 Kilometer entfernt.  Hier interessierte uns besonders die schöne Altstadt und die große Kathedrale.

Unsere Stellplatz-App fand einen ganz neuen Stellplatz am Stadtrand von Cordoba. Bis zur Altstadt waren es auch nur 7 Kilometer, also alles optimal. Am frühen Abend kamen wir an und fanden noch genügend freie Stellplätze. Leider war das Wetter bei unserer Ankunft nicht so toll, sodass wir den restlichen Tag im Duo verbrachten.

Der nächste Morgen empfing uns dagegen mit strahlendem Sonnenschein.

Also rasch gefrühstückt und nix wie auf die Räder.

Für den Nachmittag waren wieder nasse Wolken vorhergesagt…

Rund 3 Stunden waren wir unterwegs. In der Fussgängerzone fanden wir auch ein Cafe mit leckerem Cappuccino. Dabei sahen wir den vielen Passanten nach und beobachteten eine Dame am Nachbartisch, die mit Sicherheit aus dem Betreuten Wohnen kam. Alleine wie sie ihren Mantel auszog, ohne vorher den Handygurt und ihre Handtasche abzulegen, war sehenswert….

Den Rest des Tages verbrachten wir dann wieder im Wohnmobil.

Regen gab es aber keinen…

Am nächsten Tag ging unserer Tour weiter. Bis nach Sevilla waren es nur rund 150 Kilometer und so waren wir bereits gegen 15 Uhr dort. Wir fanden auch einen großen FreiSteher Parkplatz im Zentrum der auch noch genügend freie Stellplätze hatte. So wählten wir einen mitten auf dem Gelände zwischen anderen Wohnmobilien. Hubstützen ausgefahren und dann die Betten zurechtgemacht.

Irgendwie fühlte ich mich dort nicht so gut. Der Boden war feucht, matschig und das WoMo stand auch nicht vollkommen eben ausgerichtet.

Ich suchte in der App nach einer Alternative und fand in rund 2 Kilometern einen offiziellen Wohnmobilstellplatz.

Da wollte ich hin.


Wir standen nun auf dem riesigen Gelände der Firma "Stockauto Sur - Auto Hero" Import und Export.

Der Wohnmobilstellpaltz lag zwischen hunderten von Neuwagen der verschiedensten Hersteller. Deshalb war das Gelände auch so hermetisch abgeriegelt. Hier konnte kein Auto oder Wohnmobil unbemerkt das Gelände verlassen. Ständig kamen Autotransporter und die Mitarbeiter piekten sich überall auf dem Gelände die dazugehörigen Autos heraus. Es war ein ständiges interessantes Kommen und Gehen.





Also alles wieder eingeräumt und los gings - immer dem Navi nach.

Dennoch fanden wir den Stellplatz nicht. Also Google Maps im Handy aktiviert und  weiter gesucht. Google leitete und dann auf einen schmalen Weg durch eine kaputte Toranlage durch ein anscheinend ehemaliges verlassenes Werksgelände zum Hafen.

Und dann standen wir vor einem großen hohen Zaun mit zwei Doppeltoren. Dahinter sahen wir unzählige Wohnmobile und wohl hunderte PKW´s. Seitlich vom Zaun stand ein großes Gebäude indem unten eine Art Pförtnerhäuschen untergebracht war. Also nix wie hin. Bevor ich etwas sagen konnte zeigte der Pförtner auf das Tor dass sich gerade elektrisch öffnete.

Dann zum WoMo und hinein - hinter uns schloß sich das Tor sofort wieder.

Direkt am Anfang des Geländes gab es bereits leere Stellflächen, sodass ich auch nicht großartig rangieren musste. Wieder alles aufgebaut, Petra begann zu kochen und ich lief zur Pforte um uns anzumelden. Dort musste ich einen Zettel ausfüllen. Name, Datum und Kennzeichen musste ich eintragen, mehr nicht. Der Zettel blieb beim Pförtner.

Den Rest des Nachmittages verbrachten wir im Wohnmobil.

Gottseidank.

So beobachteten wir, wie sich ein anderes Wohnmobil in eine Lücke hinter uns quälte. Das WoMo war ein Mietwohnmobil was wir an des Aufklebern erkennen konnten.

Mehrmals kam es an unserem Duomobil sehr sehr nahe - beängstigend nahe.

Dann geschah es. Eines der beiden Wohnmobile wackelte plötzlich, ein Zeichen, dass es vom einparkenden WoMo angefahren wurde. Nach rund 30 Minuten fuhr das Wohnmobil wieder fort. Wahrscheinlich fuhr er zur Ent- oder Versorgung, jedenfalls blieben einige Gegenstände zurück. Ich ging nach draußen und schaute mir das angestoßene Wohnmobil an. Es war nicht direckt zu erkennen, aber die Frontschürze war ungleich… Zurück zu unserem Wohnmobil erkannte ich, dass vor uns ebenfalls ein Mietmobil stand.



li. der Übeltäter -

re. das beschädigte Wohnmobil

Nun fühlten wir uns nicht mehr wohl auf diesem Stellplatz. Weiter hinten auf diesem großen Stellplatz gab es noch genügend frei Stellplätze.

Also parkten wir um und die Gefahr war gebannt.

Wir fühlten uns wieder sicher.

Etwas weiter neben uns stand auch ein sehr sehenswertes, besonderes umgebautes Wohnmobil…

unser neuer Stellplatz

der historische Nachbar

Am nächsten Tag ging es dann endlich in die Stadt.

Das erste Ziel war der berühmte Platz: "Plaza de España", rund 2 Kilometer von der Altstadt entfernt.

Gut 1,5 Stunden besichtigten wir diesen wunderschönen Platz und seine Gebäude. Dann radelten wir weiter zur Altstadt von Sevilla.

Und dann standen wir auch schon vor der großen Kathedrale von Sevilla. Da wollten wir hinein und bezahlten zum ersten Mal Eintritt für eine Kirche.

Was für eine riesige Kirche…

Was für eine schöne Kirche…

und dann war da noch das Grabmal von Christoph Kolumbus

Am nächsten Tag ging unsere Reise weiter. Cadiz war das nächste Ziel und nur 120 Kilometer entfernt. Unsere App zeigte einen großen Parkplatz am Hafen. Den fanden wir auch rasch. Allerdings war er fast voll. Überall standen die Wohnmobile frei und es gab nur vereinzelt ein paar Lücken. In eine davon quetschten wir uns. Eigentlich standen wir gut, so zwischen den anderen weißen Fahrzeugen. Vor uns, links und rechts neben uns und auch gegenüber, richtig eingekesselt waren wir.


Aber dann sahen wir ihn.

Einen kleinen polnischen LKW, direkt gegenüber und es sah so aus, als ob er gleich abfahren würde. Dann könnten wir rasch rückwärts seinen Platz einnehmen und wir hätten auf der Beifahrerseite viel Platz und eine Wiede mit Aussicht auf das Wasser.


Nix da, der Fahrer hatte nur das Fahrerhaus zum Aufenthalt und wechselte mal auf dem Beifahrersitz, mal stand er neben seinem Fahrzeug und manchmal lief er auf und ab. Schade.

Aber auf der anderen Seite von ihm war auch noch ein bisschen Platz. Dort hätten wir zumindest ein wenig Sonne und konnten den Strand sehen.

Also sind wir rückwärts in die Lücke und waren dann zufrieden.

Am Nachmittag haben wir dann noch einen schönen Spaziergang am Hafen unternommen.

Auffällig war das alte Schiffswrack auf der Promenade.

Nach unserer Rückkehr gab es noch ein schönes Sonnenbad vor dem Duomobil.

Während Petra sich um unser abendliches Mittagessen kümmerte, machte ich noch einen Spaziergang zum Wasser.

Da das Wetter am nächsten Morgen dunkel und grau war und es laut App jederzeit regnen konnte, hatten wir beschlossen, die Altstadt von Cadiz nicht zu besuchen und stattdessen weiter in Richtung Gibraltar zu fahren. Dort hatte ich einen Campingplatz angeschrieben. Es gab sogar noch freie Plätze, also nix wie hin. Die 150 Kilometer schafften wir problemlos.

Probleme gab es wo anders. Die Einfahrt zum Campingplatz. Da ragte doch eine Ecke eines Hause spitz in die Straße hinhein.

Die Höhe konnte ich nicht richtig schätzen, aber mit Sicherheit nicht viel höher als unser Wohnmobil - oder doch tiefer.

Aber auch die Parzellen waren sehr klein und durch die seitliche Bepflanzungen mit Hecken und Bäumen sehr schlecht zum rangieren. Dazu kam auch noch, dass die Straße schmal war und es überall die weißen gemauerten Strom-und Wasseranschlüsse gab.

Dafür war die Lage des Campingplatzes optimal. So konnten wir die rund 7 Kilometer bis zum Felsen bzw. zur Grenze zum größten Teil auf Fahrradwegen am Ufer entlang fahren. An der Grenze mussten wir nur kurz unsere Personalausweise vorzeigen und konnten dann auf einem neuen Radweg, der unter die Start-und Landbahn führte, zum Stadtzentrum fahren.

Das Fahrradfahren innerhalb des Stadtzentrum war schon eine Herausforderung. Nix Radwege. Überall Steigungen, Kurven, Häuser und Autos, die keinerlei Rücksicht auf Fahrradfahrende nehmen. So nahmen wir die erst beste Gelegenheit wahr um unsere Fahrräder abzustellen um dann zu Fuß die Altstadt und das Zentrum zu erkunden.

Eigentlich wollten wir mit der Seilbahn vom Stadtzentrum aus hoch auf den Felsen von Gibraltar fahren. Leider war sie außer Betrieb und das wohl auch noch für mindestens ein Jahr. Die Seilbahn wird nicht renoviert, sondern viel größer neu gebaut…

Überall in der Fußgängerzone und den Seitenstraßen standen Kleinbusse und die Fahrer machten lautstark Werbung für eine

2 stündige Tour auf den Felsen. Mehrere Zwischenstopps werden dabei eingelegt und man gelangt bis ganz nach oben. Da es ja keine Alternative, außer zu Fuß, nach oben gab, war ich auch bereit, 60 Euro dafür zu bezahlen.

60 Euro die sich aber auch lohnten - ich war zufrieden.

Hier warten wir noch auf die Abfahrt.

…und jetzt hinauf… auf den "Affenfelsen"

Ab hier beginnt der Nationalpark

1. Stopp war die "St. Michael’s Cave" auf 300m Höhe

Weiter ging es nach oben - die ersten Berber-Affen waren auch schon da…

Je höher wir kamen, desto schmaler wurde die Straße

Nächster Stopp war der "Skywalk" auf 340m Höhe

Und es ging noch höher und den Rest bis zu den Affenfelsen auf 380m Höhe musste zu Fuß gegangen werden

Im Hintergrund die Festlandküste von Marokko

Nach diesem lohnenden Ausflug radelten wir wieder zum Campingplatz zurück. Dieses Mal nahmen wir aber den Weg über den Flughafen bzw. über die Landebahn

Blick in die Gegenrichtung

…und der Flughafen

Dazu fragte ich etwa 6 oder 7 Campingplätze per Mail an. 2 anworteten, dass sie voll belegt wären, die anderen meldeten sich nicht. In der Navi-App "park4night" fand ich dann einen neuen Stellplatz mit Ver-und Entsorung und einen Sanitärbereich in der Nähe von Peniscola auf einem Bauernhof.

Da wollten wir hin.

Allerding gab es keine direkten Kontaktmöglichkeiten. Erst wenn man sich in der App registriert und ein Jahresabo abschließt, erhält man die Telefonnummern und Mailadressen.  Das Abo für 9 Euro war dann rasch abgeschlossen, sodass ich die Inhaber anschließend anschreiben konnte. Ja. Es waren noch genügend Stellplätze frei.

Also, nix wie hin.

Bis San Javier mussten wir am nächsten Tag noch rund 220 Kilometer fahren. Da wir die Strecke fast ausschließlich auf Autobahnen fahren konnten, waren wir am frühen Nachmittag auf dem Campingplatz. Leider gab es nicht viel Auswahl an freien Parzellen. So mussten wir eine nehmen, die fast den ganzen Tag über im Schatten lag.

Aber besser diese als gar keine.

Eigentlich wollten wir in der Region noch einige andere Orte besuchen. Aber die Wettervorhersage gab schlechtes Regenwetter an. So hatten wir uns entschlossen, weiter nördlich an die Küste zu fahren.

Von Carmen, erfuhren wir, dass es in San Javier einen zentral gelegenen Campingplatz gibt, von dem aus wir in 2 Kilometern das Stadtzentrum und nach weiteren 4 Kilometern die Strandpromenade erreichen konnten. Auch Sonnenschein war dort vorhergesagt.

Da San Jevier etwa 550 Kilometer entfernt war, konnten und wollten wir diese Strecke nicht an einem Tag fahren.

So übernachteten wir auf einem großen Parkplatz in Almería, aufdem es einen ausgewiesenen Bereich für Wohnmobile gab.

Da beide Wetter-Apps für 10 Tage strahlend blauen Himmel voraussagten, buchten wir direkt für 10 Tage.

Von hier aus gab es viele Möglichkeiten für schöne Fahrradtouren.

Die erste Tour führte uns natürlich an den Strand. 6 Kilometer waren ruckzuck gefahren und weitere 6 Kilometer wurden recht gemütlich auf der Promenade spazieren gegangen.

Selbstverständlich gab es auch Pausen

Am nächsten Tag führte uns die Tour in Richtung Norden zuerst in die Nachbarstadt "Los Cuarteros".

Diese grenzt an das Naturschutzgebiet "Salinas y Arenales de San Pedro del Pinatar". Mit dem Fahrrad und zu Fuss war der Zugang erlaubt. Zuerst aber mussten wir eine kilometerlange Stecke auf einem Deichähnlichen gepflasterten Weg zurücklegen.

Dann war dieser schöne Weg plötzlich zu Ende und es begann eine Sandpiste. Allerdings war der Sandboden fest, sodass wir gefahrlos weiter radeln konnten.

Nach weiteren 6 Kilometern endete der befestigte Weg. Vor uns lag nun ein Holzsteg. Wir stellten die Räder ab und gingen zu Fuß bis zum Ende weiter. Danach gab es nur noch nassen Meeresboden. Das war dann das Ende für uns.

Ein weiterer Ausflug führte uns am Sonntag in südlicher Richtung zum Küstenstädtchen "Los Alcázares". Auf Plakaten hatten wir gesehen, dass dort jeden Sonntag ein Trödelmarkt stattfindet. Google wusste sogar, dass er zu den größten Märkten in Spanien gehört. Da mussten wir hin.

Am Montag ging es dann noch einmal nach "Los Alcázares".

Dieses Mal aber ins Zentrum und an den Strand.

Nachdem wir mun stundenlang gelaufen waren, mussten wir natürlich wieder zu den Fahrrädern zurück. Wir gingen auf der Strandpromenade. Bei einer kleinen Seebrücke stand ein großes Restaurant. Dort wollten wir etwas trinken.

…und dann kam die Speisekarte!


Baby Calamari


Auf dem Rückweg fuhren wir noch durch eine Zitronenplantage.

Petra kaufte ein…

Das Fahrradnavi führte uns über Abkürzungen auf verschiedenen Fahrradwegen. Bis auf einmal, da war dann Schluss und wir mussten zurück…

Der nächste Morgen brachte wieder eine Touränderung. Wieder sollte es regnen.

Also wieder nix wie weg und dahin, wo es nicht regnet. Also Richtung Norden… und dann einen Stellplatz oder Campingplatz suchen, auf dem wir niemals Schatten haben werden. Wir wollen Sonne.

Fast 400 Kilometer waren zu fahren. Als wir ankamen war niemand dort. Kein Wohnmobil und auch keine Bewohner oder Inhaber.

Ich hatte zwar gesehen, dass es eine Reihe von Stromanschlüssen und Wasseranschlüssen gab, die dann eigentlich auch die

Begrenzung der Stellplätze anzeigten, dennoch stellte ich unseren Duo auf die gegenüberliegende Seite des Platzes und dann auch noch quer.

Auf meiner Sonnenstandsapp konnte ich den Verlauf der Sonne an dieser Position genau erkennen und erkannte, dass so unser Wohnmobil von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang in der Sonne stehen würde.


Als dann am Abend die Inhaber kamen, hatten sie nichts dagegen - wunderbar.

Leider verfolgte uns der Regen. Am späten Abend ging es los und dauerte den ganzen nächsten Tag.

So verbrachten wir mal wieder einen ganzen Tag im Wohnmobil.

Nach der nächsten Nacht waren die Regenwolken endlich vorbei und die Sonne schien. Also nix wie auf die Räder und auf zur Strandpromenade von Peniscola.

6 Kilometer waren es bis dorthin. Unterwegs kamen wir auch an einen großen Wohnmobilstellplatz vorbei. Grausam wie die dort zusammengepfercht standen - und das zum Teil wochenlang…

An der Promenade angekommen, ketteten wir unsere Räder an und sind in Richtung Altstadt am Wasser entlanggelaufen.

Natürlich sind wir nicht nur bis zur Burg gelaufen, sondern haben das Burggelände erkundet und sind anschließend durch die Altstadt, die sich auch auf dem Hügel befindet, gelaufen.

Bereits am Abend kam der Regen aus dem Süden auch hierher. Begleitet wurde er von heftigen Winden - es stürmte und es sollte auch am nächsten Tag so bleiben. Daher beschlossen wir, die Heimreise zu starten. Schon das einräumen war eine Herausforderung, dennoch schaffte ich es, den kleinen Vorzeltteppich im Wind zu falten…

Als ersten Übernachtungsplatz wählten wir den großen Parkplatz bei dem Städtchen "Cadaqués", nähe der französischen Grenze.

Bereits nach rund 50 Autobahnkilometern wurde es immer stürmischer. Elektronische Schilder machten ständig auf die Gefahr aufmerksam. Dennoch fuhren wohl noch einige Wohnmobile und Wohnwagengespanne zu schnell. So sahen wir ein umgestürztes Wohnmobil und etwas später auf der Gegenseite einen auf der Seite liegenden Wohnwagen.

Wir fuhren an manchen Stellen nur rund 60 km/h, selbst das kam uns bei dem Sturm noch zu schnell vor. Nach rund 200 Kilometern war der Spuk dann vorbei und wir konnten erleichtert unsere Rückreise fortsetzen.


Die letzten 20 Kilometer bis Cadaques war eine Bergstrecke auf Straßen, aufdenen keine zwei Wohnmobile nebeneinander passten. Dazu wurde die enge Straße immer kurvenreicher und e ging rauf und runter. Dann waren wir endlich unten im Städtchen. Allerdings war der große Parkplatz, als wir ihn endlich gefunden hatten sahen wir, dass er gesperrt war.

Alternative war dann der nahe gelegene Campingplatz. Also wieder durch die schmalen Gassen den Hang hoch. Am Campingplatz angekommen gab es nur ein Schild: Geschlossen (im Winter).

Langsam wurde es aber auch dunkel. Große Lust, wieder die engen Berstraßen rauf und runter bei Dunkelheit zu fahren, hatten wir keine Lust. Aber wir mussten, denn hier im Ort waren Wohnmobile unerwünscht und es gab auch keine Möglichkeit dort zu übernachten.

Nächste Übernachtungsmöglichkeit war dann der große Wohnmobilstellplatz in Roses, 25 Kilometer entfernt. Eine Stunde benötigten wir und bekamen dort auch noch einen der letzten Stellplätze.

Nach einer ruhigen Nacht fuhren wir am nächsten Morgen direkt weiter. Klar wußten wir, dass Roses ein bekannter und überlaufener Urlaubsort ist. Weil es aber sehr duster und wolkig war, hatten wir keine Lust auf einen Spaziergang zur Strandpromenade.

Den nächsten Übernachtungsstopp machten wir nach rund 300 Kilometern in Sévérac d'Aveyron in Frankreich. Hier gab es einen schön gelegenen Wohnmobilstellplatz unterhalb einer Burganlage. Die wollten wir dann am Nachmittag besuchen. Leider wurde wieder nichts daraus - warum?

Natürlich der Regen der uns verfolgte.


Also wieder nur übernachten. Hoffnung hatten wir, dass es in Süddeutschland besseres Wetter gibt - dass sagte zumindest die Wetterapp vorraus. Da wir uns vorgenommen hatten, die Rückreise in kleineren Etappen zu fahren, war unser nächster Übernachtungsstopp nochmals in Frankreich. Balan, nördlich von Lyon war dann unser Ziel. Auch hier war es ein Wohnmobilstellplatz.


Da wir am nächsten Tag durch die Schweiz fahren, hatte ich am Abend auf der Homepage des Schweizer Via Portals unsere Durchfahrt angemeldet und online bezahlt. Die Genehmigung gilt für 7 Tage, wir fahren aber nur durch ohne Zwischenstopp.


Der nächste Zwischenstopp war dann endlich in Deutschland. Unmittelbar an der Grenze von Deutschland und der Schweiz liegt das kleine Städtchen Bad Säckingen. 400 Kilometer mussten wir bis dorthin fahren. Und tatsächlich, das Wetter wurde besser. Auch hier war der Wohnmobilstellplatz kaum besucht, sodass wir eine große Auswahl an Stellflächen hatten.


Am nächsten Tag, es regnete nicht, sind wir vor unserer Weiterfahrt durch das Städtchen spazieren gegangen. Der Wohnmobilstellplatz liegt direkt am Rhein. Wir sind dann am Ufer entlang in Richtung Stadtmitte gelaufen und sahen dann die bei Google Maps gezeigte Hölzerne Rheinbrücke. Natürlich sind wir auch über die Brücke gelaufen und kamen an deren Ende -zu unserer Überraschung - in der Schweiz aus.

In Säckingen war sehr auffällig, dass es immer wieder Hinweise auf Trompeten und Trompeter gab. Denkmäler, Beschriftungen, Straßennamen und ein Trompetermuseum sahen wir. Später gab uns Google die Erklärung:

Bad Säckingen trägt den Beinamen „Trompeterstadt“, da sie der Schauplatz eines der berühmtesten literarischen Werke des 19. Jahrhunderts ist: das Versepos „Der Trompeter von Säckingen“ von Joseph Victor von Scheffel.


Natürlich machte uns auch die Kirche neugierig. Hier im Süden Deutschlands gibt es ja oftmals die schönsten Kirchen.

Die Klosterkirche wurde im romanischen Stil erbaut, im 14. Jahrhundert nach einem Brand im gotischen Stil wieder errichtet und im 17. und 18. Jahrhundert mit Elementen des Barock erneuert. Das Fridolinsmünster ist das Wahrzeichen der Stadt Bad Säckingen und dem heiligen Fridolin von Säckingen gewidmet.



Nach der Kirche sind wir natürlich auch noch ein wenig durch die Fussfängerzone geschlendert. Inzwischen hatten wir bereits den 4. Februar und es war hier noch immer weihnachtlich geschmückt…

Nach einer ruhigen Nacht fuhren wir am nächsten Tag nach unserem späten Frühstück weiter. Dieses Mal aber nicht direkt in Richtung nach Hause, sondern machten wir einen kleinen Abstecher nach Bad Waldsee. Dort befindet sich die Hymer Zentrale und das große Hymer Werk mit dem Ersatzteillager. Da ich zu Hause bereits zwei mal einen neuen Doppelwechselschalter bestellt hatte und jedes Mal ein falscher Schalter geliefert wurde, wollte ich den richtigen ab Werk kaufen. Zusätzlich kam ich auf die Idee, eine dritte Sonnenblende auch noch zu kaufen. Mit ihr wollte ich die Lücke zwischen den beiden vorhandenen Sonnenblenden schließen.

Leider kamen wir nach Geschäftsschluß auf dem Werksgelände an. Somit mussten wir bis zum nächsten Morgen warten und suchten uns einen Übernachtungsplatz auf dem Gelände.

Noch vor unserem Frühstück war ich dann im Verkaufsraum. Beide Zubehörteile waren vorrätig. Da aber das Lager voll automatisiert ist, konnte der Mitarbeiter die Teile nicht selber aus dem Regal holen. Erst am Mittag würde das System die Teile zum Verkaufsraum liefern. Zu spät für uns.

So kam es nur zu einer Bestellung und unsere gute DHL wird es in 2 Tagen liefern. So kam es dann auch.

Da wir hier noch frühstücken wollten und immer mehr Kundenfahrzeuge auf dem Parkplatz eintrafen, hatte ich die Befürchtung, von denen irgendwann ein- und zugeparkt zu werden. Also stellte ich unser WoMo noch einmal um. So konnten wir in Ruhe frühstücken und anschließend unsere Rückreise fortsetzen.

Bis nach Hause waren es noch fast 600 Kilometer. Also musste noch eine letzte Übernachtung eingeplant werden. Gefunden hatten wir in der App einen Stellplatz in Erbach, in ca. 300 Kilomerter Entfernung. Problemlos erreichten wir ihn am Nachmittag. Dabei handelte es sich um einen großen Parkplatz von dem ein kleinerer Teil nur für Wohnmobile reserviert war. Wieder standen wir dort alleine.

Man merkte immer wieder, dass wir uns mitten im Winter befanden und das Wetter aktuell auch nicht zu Reisen lockte.

Eine Besonderheit gab es aber: Eine vorbildliche Beschilderung, damit der Wohnmobilstellplatz nicht durch PKW´s zugeparkt wird.

Aber was bedeutet das Zusatzschild?

Wie stellt man eine Parkscheibe auf 72 Stunden ein?

Wie kann man kontrollieren, wie lange ein Wohnmobil hier schon steht?

Fragen über Fragen?

Wieder nach einer ruhigen Nacht kamen wir am nächsten Tag zufrieden und problemlos nach insgesamt

6553 Kilometern zu Hause an.