Home Hymer Duomobil B-SL 634

Man sagt, Aller guten Dinge sind Drei.


Hoffentlich bleibt es dabei, denn jetzt haben wir ein drittes Wohnmobil und möchten dies nie mehr abgeben müssen!


Wir wollten uns von unserem AlPa nur dann trennen, wenn es aus gesundheitlichen Gründen notwendig wird.

Das dieser Fall bereits nach nur 5 Jahren eintraf, stimmte uns zunächst traurig.


Zwei Dinge mussten anders sein:


Auf dem Bett muss man zumindest sitzen können und das Wohnmobil muss über ein Automatikgetriebe verfügen.


Als die Entscheidung fiel, haben wir wochenlang nach einem passenden Wohnmobil gesucht.


Eins war klar, das neue Wohnmobil musste über den gleichen Grundriss verfügen. Niemals würden wir wieder ein Wohnmobil ohne Hecksitzgruppe kaufen. Man hat aus der Höhe (rund 3m)  eine herrliche Rundumsicht nach draußen (3 große Fenster) und niemand kann von außen hinein sehen.


Es gab nicht viel Auswahl.


Es gab einen Phoenix, gebraucht mit sehr guter Ausstattung. Als wir ihn uns ansahen waren wir schockiert. Trotz nur 33000 km war er von innen total verwohnt und dreckig.

Also nix für uns.


Dann suchten wir nach neuen Fahrzeugen. Von Concorde und Phoenix gab es Wohnmobile mit Hecksitzgruppe als Liner und Vollintegrierte Fahrzeuge. Leider waren diese mit einer Länge ab 8,95m zu lang.

Bei diesen Längen ist es meist nicht mehr möglich, spontan europaweit Campingplätze anzufahren. Man muss oftmals damit rechnen, dass die Parzellen für so große Wohnmobile zu klein sind.

Auch würde uns das Fahren mit so großen Wohnmobilen nicht gefallen, geht es bei uns doch oftmals durch kleine Dörfer und enge Kurven.


Also blieb nur noch die Firma Hymer mit ihrem Duomobil für uns übrig. Ich wusste, dass der „Erfinder“ des AlPa´s bzw. dessen Grundrisses  aus rechtlichen Gründen nach Hymer gewechselt war.

Eigentlich wollten wir auch niemals ein Vollintegriertes Wohnmobil,

weil uns / mir die Front mit den leeren Radkästen überhaupt nicht gefiel.


Das sollte nun zweitrangig sein.


Also fuhren wir nach Mühlheim zum größten in unserer Nähe liegenden Hymer Händler.

Bereits nach knapp 5 Minuten war der Besuch und das Gespräch mit dem Verkäufer beendet.

Man konnte für 2020 KEINE neuen Duomobile mehr bestellen. Die Produktion des überaus beliebten Douomobils wurde eingestellt. Auch der Verkäufer hatte keine Erklärung, meinte aber, dass es wohl auch hier zu Problemen mit dem „Erfinder“ gekommen sein könnte.


Ganz ruhig und enttäuscht fuhren wir nach Hause.

Grundriss - ALPA Grundriss - Duomobil

Zuvor hatten wir natürlich den Markt nach Jahreswagen, Vorführwagen und junge gebrauchte Duomobile abgesucht.


Es gab nix. Klar, jeder der einen hat, gibt ihn nicht ab.


Dennoch suchte Petra während der Rückfahrt mit ihrem Handy im Internet.


…und sie fand einen ganz neu eingestellten Duomobil 634. Als sie mir die Ausstattung und den Preis vorgelesen hatte, sagte ich zu ihr: „Das kannste vergessen, der ist bestimmt nicht mehr zu haben“!


Denkste! Petra rief dennoch dort an. Er war noch nicht verkauft. Sollten wir denn noch einmal so viel Glück wie mit dem AlPa haben?


Allerdings befand sich das Duomobil in Kremmin in Mecklenburg-Vorpommern, also in rund 600 km Entfernung und war somit für uns heute am Samstag nicht mehr zu erreichen.

Petra vereinbarte mit dem Verkäufer, dass wir am nächsten Montag kommen würden.


Natürlich war es möglich, dass er noch an diesem Samstag verkauft werden könnte…


Also fuhren wir bereits am Sonntag nach Kremmin und übernachteten dort in einem Hotel.


Pünktlich zur Öffnung waren wir beim Händler.


Und dann passierte wieder das, was ich zuvor nicht glauben konnte.


Auch dieses Duomobil war wesentlich besser ausgestattet als es in der Verkaufsanzeige angeben war.


Es war gerade erst zwei Jahre jung, hatte nur knapp 30000 km gefahren und sollte rund 40000 Euro unter Neuwert kosten. Ein Schnäppchen, da der Neuwert bei fast 150000 Euro lag.


Nach rund 2 Stunden der intensiven Innen- und Außenbesichtigung haben wir dann den Kaufvertrag unterschrieben.


Es mussten auch nur ein paar Kleinigkeiten geändert oder repariert werden:


- Das Abdeckglas der oberen indirekten Beleuchtung in der Hecksitzgruppe hatte   sich verzogen.

- Es sollte eine zusätzliche 12 Voltsteckdose im Schlafbereich eingebaut werden.

- Das Solarpaneel auf dem Heckdachfenster sollte entfernt werden!

- Es sollten Schablonen für die Bodenteppiche angefertigt werden

- die Zentralverriegelung an der li. Garagentür funktionierte nicht.


Da der Verkäufer uns erklärte, dass er erst gegen Ende des Monats einen freien Werkstatt Termin für unseren Duo hätte, vereinbarten wir einen Abholungstermin für Montag, den 25. November 2019 .


… und wie wir uns darauf freuten!

Hier geht es zum Konzept des Duomobils


Und dann kam der 23. November 2019. Wir erhielten einen Telefonanruf von unserem Verkäufer.


Er entschuldigte sich direkt und sagte uns, dass er den Liefertermin für Montag nicht einhalten könnte!

Auf mein „Warum“ antwortete er sinngemäß:


„Das Fahrzeug wurde am Vorabend der Reparatur innerhalb des Geländes umgesetzt. Auf dem Gelände werden aktuell umfangreiche Kanalbau Arbeiten durchgeführt. Wahrscheinlich hat eines der großen Baufahrzeuge unseren Duo auf der Fahrerseite hinten gestreift und mehrere große dicke Kratzer in der Außenhaut und am Fenster verursacht.

Eine Neulackierung und Reparatur mit Fensteraustausch wäre nicht mehr bis zum geplanten Abholtermin möglich“.


Wir einigten uns aber darauf, dass wir dennoch unseren Duomobil wie geplant am Montag abholen, denn die Reparaturen können auch zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.


Immerhin hatten Petra und ich jeweils 2 Urlaubstage genehmigt bekommen, die Zugtickets mit Zugbindung waren bereits gekauft und ein Zimmer für die Übernachtung von Montag auf Dienstag war reserviert und bezahlt.


So kam es, dass wir, ausgestattet mit einem Bündel versteckter Euros und neuen Fahrzeugkennzeichen, unseren geplanten Zug verpassten.


Ich Trottel hatte vergessen, die Buchungsbestätigung für unser Zimmer mitzunehmen. Ohne diese hätten wir keine Anschrift unserer reservierten Privatunterkunft gehabt (Es gab im Umkreis von rund 20 km kein freies Hotelbett).


Also nochmals nach Hause. Wir kamen dann zeitgleich mit unserem Zug in Viersen Bahnhof an. Natürlich war dieser schon wieder abgefahren als wir oben am Bahnsteig ankamen…


Eine Bahnangestellte in Duisburg (der nächstgelegene Bahnhof in der Richtung) erstellte uns dann einen neuen Fahrplan mit einem Vermerk auf unserem Ticket, dass der Grund für unseren Zugwechsel bei der Deutschen Bahn gelegen hatte. Somit konnten wir mit unseren an sich nun ungültigen Tickets nach Grabow weiter reisen.

Allerdings war dies eine reine Horrorfahrt.

Für die Langstrecke mit dem ICE hatten wir natürlich keinen Sitzplatz. Wir mussten also die gesamten 4 Stunden im Zug stehen bzw. auf Stufen sitzen.

Insgesamt haben wir dann 3-mal den Zug wechseln müssen.

Unser verpasster Zug wäre nonstop durchgefahren…


Somit kamen wir, statt gegen 12:00 Uhr, erst gegen 16:00 Uhr in Ludwigslust an.

Ludwigslust deshalb, weil der nächste Anschlusszug nach Grabow 35 Minuten später hier ankam.

In Ludwigslust wurden wir dann von einem Mitarbeiter des Wohnmobilhändlers abgeholt.


Da gegen 17:00 Uhr Betriebsschluss ist, konnten an diesem Abend nur noch die Formalitäten und die Bezahlung durchgeführt werden.


Wir einigten uns, die Übergabe am nächsten Morgen durchzuführen.


Somit durften wir mit einem uns noch unbekannten, fremden Wohnmobil in der absoluten Dunkelheit eines Novemberabends auf den sehr schmalen Landstraßen die ca. 15 km bis zu unserer gebuchten Unterkunft fahren.


Es war nicht einfach, zumal das Fahrerhaus um ein vielfaches breiter als im AlPa ist…


Wir kamen beim Vermieter an. Dieser erwartete uns schon an der Straße und nahm auch die erste rückwärtige Einweisung auf sein Grundstück vor.

Bei unserem Vermieter handelte es sich um ein älteres Rentnerehepaar (70).

Wir waren deren erste Mieter.

Demzufolge waren sie sehr unsicher, aber sehr bemüht. Sie zeigten uns unser Zimmer im Dachgeschoß, das gemeinsame persönliche Bad und die Küche, die wir auch hätten benutzen können.

Unser Zimmer war eingerichtet im Stil der 60er Jahre. Hier war die Zeit stehen geblieben.

Es gab auch keinen Fernseher. Als Petra danach fragte wurde uns erlaubt, mit dem Vermieter in deren privaten Wohnzimmer fernzusehen…

Es wurde dann doch noch ein sehr geselliger redseliger Abend mit Wein und Bier… Themen zwischen Ost und West gab es genug… der Fernseher lief nur noch im Hintergrund…


Am nächsten Morgen ging es nach einem frühen Frühstück rasch nach Kremmin zum WoMo Händler zurück.


Ausführlich wurde uns das Duomobil mit seinen technischen Einrichtungen erklärt. Einiges kannten wir, einiges war neu und einiges habe ich nicht verstanden.

Besonders die Elektronik und Elektrik ist sehr umfangreich und komplex.


Leider total verwohnt…

Das ist er

Der leere Radkasten

Hotel Alte Fischerkate

Duo Eigner beim Frühstück

Hier wartet er noch auf uns

Unglaublich, auf dem Dachfenster ein Solarmodul

Blick von Innen durch das Dachfenster, unglaublich

Großer tiefer Kratzer  

Beschädigter Rahmen und Scheibe

Beschädigte Rückwand

Bahnhof Ludwigslust

Zeitlich stehen gebliebenes Zimmer

Modernstes Schlafzimmer

Wir sind dem Duo ganz nah…

Ausstattung

Ein sogenanntes vollintegriertes Wohnmobil,   gewöhnungsbedürftig

Ein Teil der unbekannten Elektrik

Die Rollerbühne

LTE / W-LAN / Network / Zentrale

Viel Platz in der Garage

Somit haben wir jetzt wohl endlich unser finales Wohnmobil.


Es stimmt alles:

noch knapp unter 8m Gesamtlänge geblieben,

das Bett mit der großen Kopfhöhe,

das Automatikgetriebe,

die erhöhte Rundsitzgruppe im Heck,

die Alde Warmwasserheizung,

die umfangreiche zusätzliche Elektrik,

die zahlreichen Multimediaeinrichtungen

sowie die doch wesentlich höherwertige Gesamtausstattung und Verarbeitung.


Durch:

die große Solar Anlage,

den starken Ladebooster,

den 2 x 200 Ah Lithium LiFePO4 Batterien,

den großen Wechselrichter,

den übergroßen 120l Dieseltank,

den übergroßen 210l Frischwassertank,

den übergroßen 175l Abwassertank

können wir sehr unabhängig und lange autark auf Tour sein.

Dank Corona konnten wir unser neues Wohnmobil erst auf drei Touren genießen.




Die erste führte uns im Februar 2020 Sinzheim.

Die zweite im März 2020 nach Brügge in Belgien.

Die dritte im Mai 2020 nach Leuuwarden in den Niederlanden.

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