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27. Oktober 2008 - 16. November 2008



2008 Italien

Gesamtstrecke: 3650 km



Übernachtung: FreiStehen, Campingplatz, Wohnmobilstellplatz:

FreiStehen: Stadtrand von Pisa













Wohnmobilstellplatz:

Area di Sosta Camper Strada Lucia 43,

53037 San Gimignano








Campingplatz: Village  Flaminio

Via Flaminia Nuova, 821, 00189 Roma








Wohnmobilstellplatz: Stellplatz bei Camping Spartacus

Via Plinio, 127, 80045 Pompei















FreiStehen: Basilica Paleocristiana della Santa Annunziata, Piazza Della Basilica, 84047 Capaccio SA











FreiStehen: Abseits der Autobahn in Baden Würtemberg











Unsere erste WoMo Urlaubstour im Sommer hatte uns so gut gefallen, dass wir unsere restlichen 3 Urlaubswochen ebenfalls im Wohnmobil verbringen wollten.

Pisa und Rom sollten unsere Ziele werden.

Allerdings hatten wir nicht berücksichtigt, dass es im Herbst dort zu häufigen Regenfällen kommen kann.

So kam es, dass wir vom Regen getrieben immer weiter in Richtung Süden fahren mussten.

War es bei Ankunft und am nächsten Tag noch sonnig so sagte der Wetterbericht spätestens am zweiten Tag Regen vorraus.

So war es in Pisa, in San Gimingnano, in Rom und in der Region um Neapel.

Wir wurden also vom ankommenden Regen immer weiter in den Süden getrieben worden.

Erst in Paestum wurden es mehr sonnige Tage.


 



Ein Hauptziel war Pisa. Natürlich wollten wir den schiefen Turm sehen. Vorher dachte wir, dass er ganz alleine für sich stehen würde und waren sehr überrascht, dass so viele religiöse Bauten in seiner Nähe lagen. Auch die Altstadt von Pisa und das Flussufer des Arno waren sehenswert und führten uns zu schönen Spaziergängen.



Auf dem Weg nach Rom legten wir einen Zwischenstopp in dem kleinen Städtchen San Gimignano ein.

Die Stadt liegt auf einen Hügel und schon von weitem kann man die vielen mittelalterlichen Stadttürme sehen. Sie umschliessen eine ganz tolle Altstadt. Das einzige Problem bei der Erkundigung waren die zum Teil doch sehr steilen Straßen und Wege…

Und dann kamen wir in Rom an. Klar, innerhalb einer so großen Stadt kann es keinen Campingplatz geben. Der für uns am günstigsten gelegene CP war das Camping Village Flamingo. Dort gab es nur wenige Gehminuten entfernt eine Bushaltestelle der Linie 200, die uns in nur 20 Minuten in die City brachte. Am zweiten Tag kauften wir uns ein „Hop on hop off“ Bus Ticket und fuhren die meisten schon erlaufenen Sehenswürdigkeiten noch einmal an.



Natürlich muss man in Rom auch den Vatikan besuchen. Wir waren an zwei Tagen dort. Erstaunt und beeindruckt waren wir von der Größe und der Ausstattung des Petersdoms.

In den Kellergewölben bestaunten wir die Gruften vieler vergangener Päpste - besonders natürlich die von Papst Johannes Paul II. Den Beginn einer Messe mit unzähligen Kirchenvertretern schauten wir uns auch an. Danach ging es in die oberen Etagen bis in die riesige Kuppel der gewaltigen Kirche.


Am Sonntag mischten wir uns unter die vielen Gläubigen auf dem Petersplatz und sahen Papst Johannes Paul II am Fenster seiner päpstlichen Wohnung von wo aus er uns allen seinen Segen gab.

Da so langsam auch in Rom die Regenwolken ankamen, beschlossen wir, weiter in Richtung Süden und damit in Richtung Sonnenschein zu fahren. Pompeji war dann unser nächstes Ziel. Wir standen dort auf einem Wohnmobilstellplatz von dem aus die Ausgrabungsstätten zu Fuss zu erreichen waren.

Besonders beeindruckt waren wir von den versteinerten Menschen die vom Vulkanausbruch völlig überrascht wurden. Sehenswert und ebenso beeindruckend waren die uralten abgelaufenen Pflastersteine in der ehemaligen Stadt.

Am nächsten Tag musste natürlich auch der Vulkan unser Ziel werden. Wir fuhren mit dem WoMo soweit es möglich war auf einer schlammigen Straße den Hang hinauf bis zu einem Parkplatz. Hier stellten wir unser WoMo ab und wanderten zum Kraterrand hinauf. Je höher wir kamen umso schlechter, windiger und kühler wurde das Wetter. Lange blieben wir nicht dort oben in dieser unwirklichen Welt, zumal aus dem Krater ständig Rauch aufstieg.

Das nächste Ziel unserer Flucht vor dem Regen war der süditalienische Badeort Paestum.

Um aber dort hin zu kommen, konnten, durften wir noch die Landstraße der Amalfi Küste entlang fahren.  Inzwischen ist diese Straße für alle Wohnmobile tagsüber gesperrt. So konnten wir, wo es möglich war, einfach kurz stehen bleiben und die jeweilige Aussicht auf das Meer geniessen.

Als wir im Badeort Paestum ankamen, mussten wir feststellen, dass dort ALLE Campingplätze aufgrund des schlechten Wetters bereits vorzeitig geschlossen hatten.

Wir haben es dann so wie alle anderen WoMo´s gemacht und sind tagsüber mit dem WoMo zum Strand gefahren und am Abend zu unseren FreiSteh Übernachtungsplatz. Dafür hatten wir ein ruhiges Plätzchen an einer Kirche in etwa 3 km Entfernung gefunden (Basilica Paleocristiana della Santa Annunziata).


Da auch andere Wohnmobile durch den festen Sand zum Strand gefahren waren, ich mich aber nicht traute, parkten wir unseren Joint immer in der Zufahrt zum Strand - auf noch festen Boden. Am Ende des zweiten Strandtages musste ich das WoMo drehen um wieder auf die Hauptstraße zu gelangen. Rangierfaul wie ich war, fuhr ich noch ca. 2m nach vorne in Richtung Sand - wo ja auch die anderen WoMos durchfuhren.

Petra gab mir allerdings Zeichen, dass ich nicht dort fahren sollte.

Wieder erwarten gab es an dieser Stelle keinen festen Unterboden, sondern nur Sand.

Das führte dazu, dass sich die Vorderräder im losen Sand eingruben und Petra nur noch mit mir schimpfte…

Jeder Versuch wieder frei zu kommen wurde damit belohnt, dass sich die Räder immer tiefer in den Sand wühlten…

Da wir keine Schaufeln oder Ähnliches dabei hatten, versuchten wir mit unseren Esstellern den Sand fortzuschaufeln.

Auch dass hatte keinen Erfolg.

Langsam wurde es dunkel und wir waren alleine.

So machten wir uns schließlich auf dem Weg um Hilfe zu besorgen.

Den ersten Kilometer gab es nur Bäume und Sträucher. Aber dann kam eine Häuserreihe und wir klingelten am ersten Haus. Eine ältere Dame öffnete uns und wir versuchten ihr mit Händen und Füßen unser Problem zu erklären. Irgendwann hatte sie es so einigermaßen verstanden und bat uns ins Haus. Hier durften wir uns in einer großen Wohnküche an einem Tisch setzen und bekamen etwas zu trinken. Hier konnten wir ihr verständlich machen, dass wir einen Traktor benötigen, der uns aus dem Sand ziehen könnte. Auch dass hatte sie verstanden und telefonierte mehrmals.

Nach dem letzten Telefonat machte sie uns klar, dass wir nun zurück zum Strand gehen sollten, denn es würde jemand mit einer großen Maschine dort hin kommen.

Nach rund einer Stunde hörten wir dann auch einen starken Motor und wenige Augenblicke später sahen wir einen großen Raupenbagger.

Ein Abschleppseil hatte er auch dabei, aber unser Wohnmobil hatte hinten keine Abschleppöse…

So befestigte er dass Seil an der Hinterachse. Warum auch nicht. Allerding mussten wir feststellen, dass das Seil an der Hinterachse höher befestigt war als die Unterkante der Heckschürze. Als das Seil sich straffte kam es immer höher und drückte sich von unten in die Heckschürze. Irgendwann war diese so eingedrückt, dass der Kunststoff riss und platzte. Es entstand ein großes häßliches Loch in der Heckschürze, aber unserer Wohnmobil stand wieder auf festen Boden.


Nach dieser Aktion wollten wir uns auch beim Helfer mit einem 50 Euroschein bedanken. Also fragten wir ihn nach seinem Preis und staunten nicht schlecht, als er die Summe von 200 Euro nannte.

Soviel Bargeld hatten wir nicht dabei erklärten wir ihm und er schlug vor, uns zu einem Bankautomaten zu bringen.

Das taten wir dann auch und waren dennoch froh, dass uns geholfen wurde.

Ziele:

#Pisa #Gimignano #Rom

Pisa

San Gimignano

Rom

#Vatikan #Pompeji #Vulkan

Vatikan

Pompeji

Vesuv

#Amalfi

Amalfiküste

#Paestum

Paestum

unser Platz am Strand

leicht eingegraben

immer tiefer eingegraben

unsere Schaufelteller

keine Chance ohne Hilfe

Schaden nach der Befreiung

am nächsten Tag…

am nächsten Tag…

hier passierte es…

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Übersicht-Kurztouren

Die Rückfahrt war dann ganz  unspektakulär. Sie dauerte drei Tage (jeweils etwa von 11 Uhr bis 18 Uhr). Übernachtet haben wir wieder 2 mal Freistehend. Einmal in einem Waldgebiet und einmal auf einem Parkstreifen in einer kleinen Stadt.


Erwähnenswert ist aber das unterschiedliche Wetter zwischen Süd- und Nordalpen. Als wir in Italien in den St.-Bernhard-Tunnel fuhren, schien die Sonne und als wir auf der Schweizer Seite wieder heraus kamen, lag dort Schnee und es war stark bewölkt…